Nach den wiederholten Streitereien in Lustenau und den unwürdigen Provisorien bei allen Profi-Klubs im Land, sieht es so aus, als gäbe es ernsthafte Pläne seitens des Landes Vorarlberg, ein Stadion für alle Klubs zu errichten.
In Antwort auf: Areal in Dornbirn als Standort Die Idee für ein Fußball-Landesstadion in Vorarlberg nimmt wieder konkretere Formen an. Geplant wäre ein Stadion mit 7.000 bis 8.000 Plätzen. Standort könnte ein Areal in Dornbirn sein.
Vereine nicht abgeneigt Sportlandesrat Siegmund Stemer (ÖVP) und der Präsident des Vorarlberger Fußball Verbandes Horst Lumper haben wegen eines Landesstadions mit zwei Spitzenvereinen bereits Kontakt aufgenommen. Diese seien dem Projekt nicht abgeneigt, sagt Lumper. Es gäbe aber sich noch Hindernisse zu überwinden.
Grundvoraussetzung für einen Bau ist die verpflichtende Zusage aller Vereine, im Falle des Aufstiegs in die Bundesliga, die Heimspiele in dem neuen Landesstadion zu spielen.
Zwölf Millionen Euro Baukosten Ein möglicher Standort für das Stadion mit bis zu 8.000 Plätzen wäre Dornbirn. Angedacht ist das Areal zwischen Autobahn-Abfahrt Süd und den Kaufhäusern Kika/Metro. Dort befindet sich derzeit der Fußballplatz von Energie Birkenwiese Dornbirn. Die Baukosten für das Landesfußballstadion werden auf rund zwölf Millionen Euro geschätzt.
Standortfrage und Betreiber Der Vorarlberger Fußballpräsident Horst Lumper ist zuversichtlich. Als erstes müsse die Standortfrage geklärt werden. Wichtig sei dabei die Zustimmung aller Vereine. Die nächsten Schritte sind für Lumper dann die Suche nach einem privaten Betreiber für das Stadion und einem Aufsichtsrat, indem Fußballer und Land vertreten sind.
In Antwort auf: Top-Vereine für Zentralstadion Vorarlberg bekommt jetzt vielleicht doch ein Fußball-Landesstadion. Die Idee, dass alle Bundesligavereine auf einem Rasen spielen, ist zwar nicht neu, hat aber diesmal Chancen auf Realisierung: Auch die Vereine stehen dahinter.
Keiner will der Sündenbock sein, wenn es aus den Plänen nichts wird. Die drei Vorarlberger Proficlubs Altach, Austria und FC Lustenau sind grundsätzlich für ein solches Zentralstadion.
Auch der Austria-Präsident ist dafür Sogar Austria Präsident Hubert Nagel kann sich ein Landesstadion vorstellen. Er habe seine Sichtweise geändert.
Altach-Obmann Werner Gunz überraschte der Vorstoß seitens des Landes. Für ihn ist das Thema neu, er habe eigentlich damit gerechnet, das Schnabelholz auszubauen. Man müsse aber für neue Ideen offen sein, so Gunz.
Heimstätte trotzdem behalten Für den FC Lustenau, der nur eine profiuntaugliche Stätte an der Holzstraße hat, ist jede Lösung recht. Trotzdem müsse jeder Verein auch seine Heimstätte behalten dürfen, sagt FC-Präsident Dieter Sperger.
Dieser Ansicht ist auch FC Dornbirn Obmann Werner Höfle. Für den schon lange wieder vom Profifußball träumenden FC Dornbirn muss die Birkenwiese auf jeden Fall erhalten und nach den bei der Stadt schon vorliegenden Plänen saniert werden. Der Standort Dornbirn für ein Landesstadion sei ihm nur recht.
Quelle: vorarlberg.orf.at
Gründe, die mMn für ein solches Projekt sprechen: 1) Das Land ist viel kleiner als alle anderen Bundesländer. Der Großteil der Menschen lebt im Rheintal und die einzelnen Gemeinden sind dort schon sehr dicht zusammengewachsen, nach Dornbirn bräuchte zB niemand länger als eine halbe Stunde (ob mit dem Auto oder - und da müssen sich die Politiker und Planer auf jeden Fall mit den ÖBB und vmobil zusammensetzen - mit öffentlichen Verkehrsmitteln). Die Fans, die in den anderen Tälern leben müssen heute schon nach Lustenau oder Altach fahren. Für sie würde sich also wenig ändern. In jeder Großstadt fährt man genauso lang und länger zum jeweiligen Stadion. Ich bin in Berlin zT eine Stunde zum Olympiastadion unterwegs gewesen (und ich habe mitten in der Stadt gewohnt).
2) Keine Gemeinde in Vlbg wird ihrem Klub jemals ein bundesligataugliches Stadion bauen. Einerseits fehlt das Geld, andererseits einfach der Wille, so ein Projekt durchzuführen. Es sind ja nichteinmal Städte, in denen unsere aktuell besten Vereine spielen. Lustenau ist immerhin die grösste Marktgemeinde Österreichs mit 20000 Einwohner, aber Altach hat gerademal 6000. In so einem Umfeld bekommst Du in Österreich einfach kein Stadion gebaut (ausgenommen die Rieder, die wirklich stolz auf ihr Stadion sein können), geschweige denn gleich mehrere Stadien.
3) Viele Fans der Vereine kommen aus ganz Vorarlberg. Lustenau hat im Bregenzerwald und Dornbirn eine grosse Fangemeinde, Altach in Feldkirch (auch wenn die im Winter wenig Zeit haben werden wink.gif) und dem restlichen Oberland. Ich glaube, einem Großteil dieser Zuschauer wäre es wurscht, ob sie in Lustenau sitzen oder nicht. Im Gegenteil: sie würden eher in Dornbirn in einem neuen Stadion sitzen wollen.
4) Die vlbger Vereine spielen seit Jahrzehnten in irgendwelchen Provisorien, um die es dann zum Teil auch noch lähmende Streitereien gibt. Ich glaube, darauf hat niemand mehr Lust. Daher wohl auch die überzeugung der Vorstände, auf ein Landesstadion zu setzen.
Macht wirtschaftlich auf jedenfall Sinn. Kenne die Fanbewegungen im "Ländle" zu wenig, aber wenn die damit leben können, umso besser. Stutzig macht mich die Kapazität von nur 7000 bis 8000 Plätzen. Ich denke, dass aufgrund des Einzugsgebiets (Vorarlberger Rheintal hat 240'000 Einwohner!) sicher das doppelte an Fassungsvermögen gerechtfertigt wäre. Wenn sich dann eine der Mannschaften in der obersten Liga etablieren kann und vielleicht auch mal international spielt, oder vielleicht mal zwei vorarlberger Teams in der Bundesliga spielen und es somit zu einem Derby kommt, könnte es schnell zu Engpässen kommen.
Am besten wäre wohl ein Stadion mit 2rängen.
Wo man den oberen Rang bei 2.Liga spielen schließen kann.
Den da kommen sicher nicht mehr als 5000 zuseher.
Jedoch bei Spitzenspiele der 1.klasse (oder bei derbys) würde man, sicher 12.000 fans mobilisieren können.
Wen der Fc.Lustenau von der 3.klasse in die 2.klasse aufsteigen sollte, würde das Stadion von 3Verreinen benützt werden!
Würde das überhaupt ein Normaler-rasen aushalten? Oder braucht man dan einen [b]kunstrasen[/b] ähnlich wie in Salzburg?
Ich denke, man wird bei der Planung des Stadions darauf achten müssen, dass man den Fans die Möglickeit schafft, sich mit dem Stadion zu identifizieren, wie das zB mit der unterschiedlichen Beleuchtung der Allianz-Arena passiert (man wird natürlich eine billigere Lösung finden müsse). Ich denke, dass so auch die aktive Fanszene bereit wäre, so ein Stadion zu akzeptieren (insbesondere die Lustenauer Fans, da das Areal in Dornbirn von Lustenau aus in 5 bis 10 Minuten zu erreichen ist).........Eine kleine Korrektur für die Startseite von stadionwelt.de: nicht die Birkenwiese soll umgebaut werden, sondern es soll ein Areal nahe der Messe und der Autobahnauffahrt Dornbirn Süd bebaut werden. Derzeit ist dort noch der Fußballplatz des FC Energie Dornbirn (ohne Tribünen, nur mit Vereinsheim und nettem kleinen Biergarten...)
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Profiklubs wollen Landesstadion
Vor zwei Wochen hatte VFV-Präsident Dr. Horst Lumper die Vereine zu einer Stellungnahme in Sachen Landesstadion aufgefordert. Es gibt ein klares Bekenntnis für eine Landesarena.
Sechs von neun Klubs haben inzwischen ihren Anforderungskatalog abgegeben, lediglich aus Hard, Hohenems und Rankweil gab es bislang noch keine Reaktion. Gestern nun kam es zum Spitzengespräch zwischen dem Vorarlberger Verbandschef und den drei heimischen Spitzenklubs. Das Ergebnis war ein klares Bekenntnis für ein Landesstadion, natürlich verbunden mit einigen Auflagen. "Die Vereine wollen wissen, was der Spielbetrieb kostet, wie eine Selbstvermarktung ausschauen und wie die Gastronomie selbst betrieben werden kann", fasst Dr. Lumper das rund eineinhalbstündige Gespräch zusammen.
Das von Mag. Siegi Stemer geforderte Signal seitens des Fußball, ist damit da.
Damit wird es nun seitens des Landes zum nächsten Schritt kommen - die Klärung der Standortfrage.
Für Dr. Lumper gibt es eine weitere wichtige Frage zu klären, jene nach dem Betreiber. Erste Gespräche mit der im Stadionbau erfahrenen Baufirma Rhomberg Bau hat er bereits geführt. Allerdings, so Lumper, gibt es einen weiteren Interessenten, eine Vergabe wird deshalb von der Standortfrage abhängig sein. Um den Stadionbau für einen Betreiber attraktiv zu machen, sollte dieser laut dem Verbandschef die Möglichkeit haben, das Stadion auch anderweitig zu vermarkten. "Ein Landesstadion muss so konzipiert sein, dass es multifunktional genutzt werden kann", so Lumper, der sich den Einbau von Büros ebenso vorstellen kann wie die Nutzung des Innenraums für diverse Events. Und worin sieht er einen möglichen Nutzen für den Verband? "Ein Stadion ist ein erster Schritt, gemeinsam etwas in die Hand zu nehmen. Ich denke, es wird den heimischen Fußball weiterbringen."
Und welchen Standort bezeichnet er als ideal? "Das ist mir egal. Auf zehn oder 20 Minuten Fahrt auf der Autobahn kommt es wirklich nicht an. Ich denke, es macht Sinn, an einen Bau in der Gegend zwischen Bregenz und Hohenems zu denken. Das sehen auch die Vereine so."[/quote]
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Werner Gunz (Präsident SCR Altach):
"An unserer Einstellung zum Landesstadion hat sich nichts geändert. Wir sind interessiert, haben in unserer Antwort aber auch unsere Fragen deponiert. Die wirtschaftlichen Bedingungen müssen stimmen. Jetzt warten wir auf die Antwort."
Hubert Nagel (Präsident Austria Lustenau):
"Wir haben ein klares Bekenntnis für ein Landesstadion abgegeben. Es sind aber sicherlich noch Fragen zu klären. Aus Austria-Sicht kann ich mit dem Standort Dornbirn leben, aber Richtung Feldkirch werden uns unsere Fans nicht folgen.
Mag. Gerhard Bösch (Vorstand FC Lustenau):
"Ein Stadionbau ist eine Chance für den Fußball, für die Weiterentwicklung. Aus unserer Sicht begrüßen wir die Pläne, wollen aber klar wissen, wer dort spielt. Wir sagen ja, wollen aber auch dabei sein. Ein Landesstadion kann aber niemals Heimstätte eines Vereins sein."[/quote]
beides von sport.vol.at bzw. VN
Einige Gedanken von mir zum Landesstadion, die ich auch schon dem zuständigen Landesrat Sigi stemer geschickt habe:
1.) Ein Stadion mit zwei Rängen: gerade in einem Stadion, das von mehreren Klubs mit unterschiedlichem Publikumsaufkommen genutzt wird, besteht die Gefahr, dass Plätze leer bleiben.
Daher wäre es meiner Meinung nach eine gute Idee, ein Stadion mit unabhängig nutzbarem ersten und zweiten Rang zu bauen (bei 12000 Plätzen also je 6000 oben und unten). Sämtliche Infrastruktur würde ich im Umlauf des ersten Ranges anbringen (Toiletten, Kiosks, Erste Hilfe, etc.), zum zweiten Rang lediglich abschließbare Aufgänge.
Die Vereine sollen dann Dauerkarten nur für den Unterrang verkaufen und der Oberrang wird nur geöffnet, wenn der Unterrang voraussichtlich ausverkauft sein wird. Das müsste so geplant sein, dass das wirklich so kurzfristig als möglich machbar ist (ein halber Tag - gewisse Vorlaufzeiten für Ordner, Kioskpersonal etc. muss man einplanen).
Der große Vorteil: der Unterrang wäre stets einigermaßen gefüllt und (z.B.) 4000 Zuschauer verteilen sich nicht auf 12000 Plätze sondern nur auf 6000. Daraus ergibt sich nicht nur eine bessere und engere Stimmung im Stadion, sondern es macht auch einen besseren Eindruck auf Sponsoren, wenn es aussieht, als wäre das Stadion halb voll und nicht halb leer. Gerade das Tivoli neu in Innsbruck ist ein gutes Beispiel für ein Stadion, bei dem offensichtlich nicht an das Publikumsaufkommen des Vereins gedacht wurde.
2.) Ein echtes Heimstadion für jeden Klub: Die Fans und Zuschauer müssen das Gefühl haben, wirklich ein Heimspiel zu haben. Daher ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, dass das Stadion ihnen dieses Gefühl auch vermittelt. Man darf diesen Punkt auf keinen Fall unterschätzen, denn es sind die Fans, die die Stimmung im Stadion herstellen.
Ein gutes Beispiel, für ein Stadion, in dem diese Überlegungen miteinbezogen wurden, ist die Allianz Arena in München, wobei mir natürlich klar ist, dass dieses Stadion – bis auf diesen einen Punkt - kein realistisches Vorbild sein kann: sie ist Blau wenn die 60er spielen, rot bei den Bayern. Eine ähnliche Lösung (wenn auch in kleinerem Rahmen) sollte auch für ein neues Landesstadion gefunden werden. Sei es durch farbige Planen hinter einer Glasfassade, durch LEDs in der Fassade beim Eingangsbereich, durch verschiedenfarbige Beleuchtung, etc. Dornbirn ist die Heimat des Weltmarktführers für Beleuchtungsartikel. Vielleicht könnte man diese Firma – sollte es zu einem Bau in Dornbirn kommen - zu einer Zusammenarbeit überreden.
Nicht vergessen werden darf auch, den Fans Stehplätze hinter den Toren zu schaffen.
3.) Ein multifunktionales Stadion: Auch wenn an erster Stelle der Fußball stehen muss (ein schlechtes Beispiel wäre hier die Dornbirner Eishalle) ist die Multifunktionalität einer Arena heute unumgänglich. Es muss möglich sein, in diesem Stadion unproblematisch Konzerte, Messen, etc. zu veranstalten. Auch die Einrichtung von Seminar- und Konferenzräumen könnte sinnvoll sein (wobei ich hier über das Angebot und die Nachfrage im Umfeld nicht informiert bin). Ich würde sogar so weit gehen, in diesem Stadion Kunstrasen zu verlegen, was aufgrund der Wetterbedingungen und der Anzahl der Fußballspiele, die in dort stattfinden sollen, auch über die anderweitige Nutzung hinaus große Vorteile bieten würde. Auch muss den Vereinen die Möglichkeit gegeben werden, VIP-Räume zu ihren eigenen Gunsten zu vertreiben, da das inzwischen eine der wichtigsten Einnahmequellen für Vereine darstellt.
4.) Schaffen Sie Platz um das Stadion: ich habe lange in Berlin gelebt und das dortige Olympiastadion zählt zu meinen Favoriten. Ein ganz besonderer Vorteil: man hat Platz, sich vor und nach dem Spiel innerhalb des Stadiongeländes aber außerhalb des Stadions selbst zu bewegen, Wurst und Bier etc. zu genießen und Sponsoren haben die Möglichkeit, sich selbst zu präsentieren. Eine ähnliche Lösung in klein ist das Austria-Dorf, das inzwischen österreichweit kopiert wird.